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Zusatzqualifikation | Europakauffrau

Briana Winkelmann

Eine junge Frau mit langen dunklem Haar, die eine Ausbildung zur Personaldienstleistungskauffrau macht.

Ich bin zu Beginn meiner Ausbildung zur Personaldienstleistungskauffrau bei straschu auf die Zusatzqualifikation für Europakaufleute aufmerksam geworden. Meine Berufsschule, die Helmut-Schmidt-Schule für Wirtschaft in der Bremer Überseestadt, hat die Qualifikation für alle kaufmännischen Ausbildungsberufe zum Start des neuen Schuljahres angeboten. Die Bremer Berufsschulen kooperieren zusammen für die Umsetzung der Qualifikation. Es kann also gut sein, dass Du im Zuge des Unterrichts für Europakaufleute auf Schüler aus anderen Schulen triffst.
Ziel ist es, dass Du nach dem Abschluss international gut aufgestellt bist. Das ist gerade bei Unternehmen wichtig, die viel internationale Kommunikation und Austausch mit Geschäftspartnern und Kunden pflegen.

Aktuell habe ich den Großteil der Zusatzqualifikation abgeschlossen. Es fehlt noch der zweite Unterrichtsblock mit der Abschlussprüfung vor der IHK. Mein persönliches Highlight war das Auslandspraktikum. Ich durfte für drei Wochen nach Irland reisen und bei einer Marketingagentur in Cork arbeiten. Während des Aufenthalts wurde ich von der dort ansässigen Partneragentur betreut. Ich konnte direkt viele Verbindungen zu anderen internationalen Praktikanten und Studenten knüpfen und hatte durch meine Gastfamilie und Kollegen auch Kontakt zu den lokalen Bewohnern. Nach Feierabend und an den Wochenenden werden Ausflüge und Treffen organisiert – von einem Wochenendtrip zu den Cliffs of Moher bis zu einem Abend mit Ale und Jazzmusik im Irish Pub war alles mit dabei.

Solltest Du Dich für internationales Business interessieren und Interesse daran haben, Auslandserfahrung während Deiner Ausbildung zu sammeln, dann ist die Zusatzqualifikation genau das Richtige für Dich. Die einzige Voraussetzung ist ein kaufmännischer Ausbildungsberuf sowie die Unterstützung durch Deine Schule und Deinen Betrieb.

Die Zusatzqualifikation startet bereits im ersten Ausbildungsjahr, dauert bis zum dritten Ausbildungsjahr und besteht aus mehreren Teilen. Nach erfolgreichem Abschluss darfst Du Dich Europakaufmann oder Europakauffrau nennen!

Der größte Teil ist zusätzlicher Unterricht (in meinem Fall für mehrere Monate an einem Nachmittag unter der Woche). Dort lernst Du viel über internationalen Außenhandel und Marketing, erfolgreiche Ausbreitung ins Ausland und allgemeine Strategien und Theorien. Dieser Unterricht wird mit zwei Schul-Klausuren zum Ende des Unterrichtsblocks und einer schriftlichen IHK-Prüfung am Ende der Qualifikation abgeschlossen.

Der nächstgrößere Teil sind die Sprachkurse. Um die Qualifikation zu bestehen, musst Du ein Sprachniveau von B1 in Englisch und A1 in einer zweiten europäischen Fremdsprache nachweisen. Bereits zuvor erbrachte Nachweise können eingereicht werden, dann entfällt dieser Teil. Andernfalls wird zusätzlicher Sprachunterricht angeboten. In meinem Fall fand der Unterricht online an einem oder zwei Nachmittagen unter der Woche statt.

Als dritter Teil der Qualifikation machst Du einen ICDL-Computerkurs. Du lernst in dem Kurs die gängigen Office-Programme (Word, Excel und Powerpoint) kennen und wie Du mit diesen arbeitet.

Der letzte Teil ist das Auslandspraktikum. Mit Erasmus+ (einem Förderungsprogramm für europäischen Austausch) kannst Du für drei Wochen ins europäische Ausland reisen und dort internationale Berufserfahrung sammeln. Es gibt verschiedene Partneragenturen in Europa, beispielsweise Irland, Spanien oder Malta, die Dich bei der Suche nach einem Praktikum und einer Unterkunft unterstützen.

Wenn Du mit dem Gedanken spielst, Europakaufmann oder Europakauffrau zu werden, dann kann ich Dir das nur ans Herz legen. Weiterbildung ist immer sehr wertvoll und das dort vermittelte Wissen sowie die Erfahrungen im Ausland verbessern Deine Übernahmechancen und stärken Deine Position auf dem Arbeitsmarkt. Egal, welche Richtung Du nach Deiner Ausbildung mal einschlagen möchtest: eine Weiterbildung lohnt sich immer.

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